Gegenwind

windmuhlen

Unsere Orientierungswoche rückt immer näher. Die Spannung steigt. Die Nervosität auch. Und dann passiert es. Inmitten der ganzen Vorbereitung und Planung. Inmitten der ganzen Euphorie – kommen die ersten kritischen Stimmen. Die Stimmen, die das aussprechen, was an Unsicherheit in uns ist. Und trotz des Wissens, dass diese Stimmen es gut mit uns meinen. Sich Gedanken machen und Sorgen. Sich wünschen, dass alles gut geht. Trotzdem lösen sie etwas in mir aus.

Ich schlafe schlecht. Ich träume, dass wir in einem Haus ohne Möbel wohnen. Auf dem Boden nur zwei Schlafsäcke liegen. Die Lehrerin der Kinder ein Vollpfosten ist. Mein positives Gefühl ist weg. Meine Ängste ganz klar in mir. Müsste ich heute meine endgültige Entscheidung abgegeben – ich wäre dagegen.

Und das, obwohl ich in den letzten Jahren gelernt habe, bei mir zu bleiben. Die Argumente der Anderen als Grundlage von Diskussionen zu sehen. Deren Ansichten nicht zu meinen zu machen – zumindest nicht ungeprüft.

In diesen Momenten weiß ich das alles nicht. In diesen Moment fühle ich mich klein und unwissend. Unfähig auch nur eine Entscheidung zu treffen. Überrumpelt von der Meinung meines Gegenübers.

Strategien im Umgang damit habe ich nicht. Noch nicht!

Mir ist bewusst, dass die Gegenstimme ebenso Berechtigung haben, wie die Fürstimmen. Das nicht alles rosarot sein wird. Das es Schwierigkeiten geben kann. Das die Kontras nicht ausgesprochen werden, weil uns das Abenteuer geneidet wird, sondern um uns daran zu erinnern – alle Seiten der Medaille zu beleuchten.

Natürlich hätte ich gerne, dass alle so begeistert sind wie wir. Das alle unsere Euphorie teilen und nichts negatives finden. Das ist meine Wunschvorstellung.

Gegenwind.

Aus diesem Gegenwind sind Fragen entstanden, die beantwortet werden wollen. Ängste sind sichtbar geworden, die wir annehmen müssen – statt sie zu ignorieren. Befürchtungen stehen im Raum, die gesehen werden wollen.

Und das alles ist gut so. Nur, wenn wir alle Seite betrachten, haben wir die Chance eine tragbare Entscheidung zu treffen. Nur, wenn wir auch die dunklen Seiten sehen, haben wir die Chance die hellen noch heller zu machen.

Gegenwind zu erfahren bedeutet, einmal durchgepustet zu werden. Und auch das ist gut so! Gegenwind zeigt, dass wir Menschen in unserm Umfeld und Herzen haben, denen wir wichtig sind. So wie sie uns. Der Gegenwind ist ein Zeichen von Liebe und unter diesem Aspekt – finde ich Gegenwind toll.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s