Und auf einmal sind sie da …

Foto Koffer
Dschänna und ihre Gedanken

Soeben sind wir aus unserem Kurzurlaub zurück. Zurück in Thüringen. Zurück im Alltag. Zurück in den Vorbereitungen für China. Heute in einer Woche startet das Abenteuer. Vorerst nur für den Mann der Familie vor Ort. Für den Rest daheim. Das heißt, dass nun das Ziel sichtbarer und greifbare wird – sozusagen mit Leben gefüllt. Alles was in den letzten Monaten theoretisch besprochen wurde, mündet nun in der Umsetzung. Seit September 2016 reden wir davon und nun wird es Realität.

Und als wäre das nicht Aufregung genug, kommen mich seit zwei Tagen ungebetene Gäste besuchen. Nicht in personifizierte Form, eher so in From von Gedanken. Die Art von Gedanken die kein Mensch braucht in solchen Situationen. „Machen wir das Richtige?“ „Warum tun wir das?“ „Uns geht es doch gut. Jetzt der ganze Umzug.“ Ich habe keine Ahnung wer sie eingeladen hat, ich war es jedenfalls nicht. Schließlich nerven die mich jetzt schon. Warum also sollte ich mir sowas freiwillig ins Haus holen?

Gehören diese Gedanken vielleicht zu der Kategorie „Kalte Füße bekommen“ oder „Der Angstschiss“? Kann alles gut möglich sein. Ich kenne solche Gedanken eher nicht. Nicht, weil ich noch nie in meinem Leben Entscheidungen getroffen habe. Sondern, weil zwischen allen Entscheidungen treffen und dann umsetzen nicht eine ganze Schwangerschaft liegt. In meiner Vergangenheit war dann auch nur ich an dieser Entscheidung  beteiligt und nicht gleich zwei unschuldige Kinder und die dazugehörigen Großeltern und Freunde. Rückblickend sind diese Entscheidungen echt ein Klacks gegen die Aktuelle.

Wie dem auch sei – die Gedanken sind da. Die Koffer, die gepackt werden müssen, liegen sichtbar in der Wohnung rum. Die Dinge, die mit sollen, haben grüne Punkte bekommen. Die Zeit läuft.

Ab nächsten Sonntag, wenn der Mann der Familie auf dem Weg zum Flughafen ist, wird einiges anders sein. Die Wohnung leerer. Die Koffer weg. Im Bett mehr Platz.

Was mach ich nun mit meinen Gedanken? Am liebsten möchte ich sie verbannen. Aus meinem Kopf. Für immer. Ohne Rückfahrtschein.

Ich vermute, dass wird nicht klappen oder nur bedingt. Bis dahin schau ich sie mir an. Von allen Seiten. In bunt und in schwarz-weiß. Laut und leise. Bis sie dann genauso leise gehen wie sie gekommen sind.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

Ein Gedanke zu “Und auf einmal sind sie da …

  1. Ich denke, das gehört alles dazu. Am Sonntag wird ein bisschen Ruhe einkehren. Der Ausblick auf Abschied ist schwer. Alles Liebe! P.S.: Es ist sicher eine gute Entscheidung! :-)

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