Unser achtes Wochenende in China

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Dschänna berichtet – Unser Wartebon vor dem Restaurant

Wir planten einen Ausflug, der dann buchstäblich ins Wasser fiel. Das ganze Wochenende gab es Regen. In den verschiedensten Formen. Mal als fette Tropfen. Mal als Bindfaden. Mal mit Geräusche, weil der Wind durch die Bäume pfiff. Mal prasselte es am Fenster.

Zwischendrin hatte es sogar etwas Romantisches. Für einen kurzen Augenblick, bevor mir wieder bewusst wurde, dass zwei Kinder an zwei Tagen daheim mehr wie Langweile haben können.

Dass das so ist – ok. Doch, warum äußert sich das immer so laut? Die Langweile meine ich.

Nun denn, am Freitag, als wir noch voller positiver Dinge waren, dass das Wetter bestimmt schnell ins Trockene umschwenkt – waren wir Essen. In ein Restaurant, dass uns mehrfach empfohlen wurde. Die Spezialität: original Pekingente. Gut, dass muss man mal gegessen haben, doch gab es Wartezeiten für einen Tisch.

Das sieht hier so aus, dass vor den Restaurants Stühle stehen. Kleine bunte Stühle auf denen die Wartenden sitzen. Zuvor zieht man sich eine Nummer, bei der Dame am Eingang und wartet. Wie bei uns in Deutschland in der Behörde.

Nebenbei bekommst du dann die Speisekarte und kannst schon auswählen. Die Bestellung wird dann mit der Speisekarte abgegeben, da an der entsprechenden Nummer ein Kreuz gemacht wird.

Die Wartezeit bei diesem Restaurant beträgt ungefähr 40 Minuten. Wir hatten am Freitag  Glück und brauchten nur 20 Minuten zu warten.

Am Tisch wollte die Servicekraft unsere Bestellung auf der Speisekarte sehen und mitnehmen, nur gab es da eine Schwierigkeit. Dieses Speisekarte war ohne Bilder.

Ja, werdet ihr denken, warum geht ihr dann dahin? Nun, wegen der Pekingente.

Aus diesem Grund scannten wir die Karte mit einer App, in der Hoffnung, dass sie die Zeichen für uns entschlüsseln kann.

Hin und wieder hat das auch geklappt. Doch leider nicht in der gewünschten Geschwindigkeit der Servicekraft.

Wie gut, dass immer einer Lösung vorbeischaut. Dieses Mal in Form einer jungen Dame, die am Tisch hinter uns saß und in Liverpool Englisch studiert hatte. Das bedeutete, dass sie die Funktion der App übernahm, uns die Speisekarte übersetze, das Menü zusammenstellte und die Bestellung bei der Servicekraft aufgab. (Die Dame konnte nämlich gar kein Englisch).

Was soll ich sagen: Die Pekingente war der Wahnsinn. So lecker, zart und überhaupt. Ich glaube, ich kann nie wieder Pekingente in Deutschland essen.

Um am Wochenende nicht ganz dem Langeweilekoller zu erliegen, haben wir ein für Chinesen typisches Wochenende verbracht. Ab ins Einkaufszentrum, weil Das machen die Menschen hier in ihrer freien Zeit (scheinbar) am liebsten.

Unser Großer fährt diese Woche auf SchulCamp. Mitten im Nirgendwo, am See, mit Zelten und Lagerfeuer. An sich eine gute Sache, bei dem Regen … nun ja, bin ich zwiegespalten. Auf jeden Fall brauchten wir da noch einige Dinge, vor allem Wetterfeste und die haben wir besorgt.

Jetzt starten wir in unsere letzte Schulwoche vor den Ferien. Unsere ersten Ferien in China – wie aufregend.

Das bedeutet auch, dass unsere Kinder ihre ersten 7 Wochen Schule hinter sich haben. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

In den Ferien machen wir Urlaub. Mit Wegfahren und Sightseeing und so.

Es geht nach Peking. Ich bin mega gespannt auf die Stadt, unseren ersten Urlaub hier im Land und unseren ersten Besuch aus Deutschland.

Meine Schwester kommt zu uns. Jippi. Wir freuen uns alle sehr. In Peking wird sie landen, dort mit uns urlauben und dann nehmen wir sie mit hierher. Wie aufregend.

Und genau mit diesen positiven Aussichten mache ich mir es schön und lass das Wetter Wetter sein. Schließlich macht es auch nur seinen Job und niemand hat gesagt, dass mir das immer gefallen muss.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

4 Gedanken zu “Unser achtes Wochenende in China

  1. Meine Güte, wie die Zeit rast. Schon acht Wochen seid ihr dort.

    Am meisten würde es mich nerven, dass ich nicht kommunizieren kann und die Schrift nicht lesen kann. Ich würde mich erstmal ausgeschlossen fühlen.

    In welcher Sprache verständigen sich deine Kinder mit den anderen Kindern?

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, die Zeit vergeht und gefühlt hier irgendwie schneller. Die Kids sprechen deutsch und englisch. Das sowohl in der Schule, wie auch hier im Compound. Das Englisch wird von Tag zu Tag besser und das gibt den Kids nochmal mehr Sicherheit in der Kommunikation mit anderen Kindern. Wir sind mega Stolz auf die Beiden. Sie machen das so prima hier.

      Gefällt 1 Person

      1. In unserer Nachbarschaft gibt es deutsche Kinder, sowie in der Schule. Das ist alles sehr schön durchgemischt und gibt den Kinder die Chance, in andere Kulturen und Sprachen einzutauchen. Ich empfinde es als sehr bereichernd.

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