Schmuggelware

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Erfahrungsbericht von Dschänna 

Kaum zu glauben, aber wahr – wir haben es getan. Besser gesagt mein Mann hat es getan. Und das, wo ich immer dachte, dass wir das nie tun werden.

Doch man sollte niemals nie sagen, schon gar nicht wenn du in China wohnst.

Das unser Papa in Deutschland war, darüber hatte ich berichtet.

Das er dafür lange Listen mitgenommen hatte wahrscheinlich nicht.

Ich habe es immer gehört, von anderen Expats. Das, wenn ein Partner in die alte Heimat fliegt, von da Dinge mitbringen muss, die hier schmerzlich vermisst werden.

Ich stellte mir immer die Frage: Was ist so wichtig, dass es nicht auch hier gekauft werden kann?

Tja, was soll ich sagen – da gibt es so einiges. Und diese ‚einiges‘ stand auf den Listen.

Ganz oben: Medizin. Sei es die Kopfschmerztablette, das Nasenspray oder der Mückenstift.

Dinge, die wir sicherlich auch hier bekommen könnten – doch, was ist da wirklich drin? Gut, dass kann ich auch bei den Produkten aus Deutschland auch nicht wirklich wissen, doch gibt es mir Sicherheit, dass ich die Inhaltsstoffe zumindestens lesen kann. Das kann ich bei den Produkten aus China definitiv nicht und somit habe ich da noch weniger Ahnung, was da enthalten sein könnten. Das gilt ebenso für Pflegeprodukte aller Art. Die Drogerie vor Ort hat mit meinem Mann den Tagesumsatz geschafft.

Das Nächste waren Süssigkeiten. Ganz oben: Gummibären, die Originalen. Die werden hier schmerzlich vermisst und sind kaum zu bekommen.

Für uns war noch Kaffee wichtig. Ja, den gibt es hier. Doch kostet ein Paket zwischen 25-30€. Da ist es günstiger aus Deutschland welche mitzubringen und den Verbrauch sparsam zu gestalten.

Somit gehören auch wir zu den Expats, welche auf bestimmte Dinge aus der alten Heimat nicht verzichten wollen.

Die Listen für den nächsten Heimflug liegen zwar noch leer vor mir, doch ich vermute, auch die werden wieder lang.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

6 Gedanken zu “Schmuggelware

  1. Ich lach mich weg. Das ist ja wirklich eine ganze Menge.
    Kann mir gut vorstellen, dass man einiges vermisst, sicher bekommt man es dort auch, aber wenn man es nicht lesen kann, dann hilft einem das ja nicht wirklich.

    Erstaunlich, dass er das durch die Flughafenkontrollen bekommen hat.

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  2. Ach… was wir alles für meine Verwandschaft aus Deutschland mitschleppen mussten… Medikamente ohne Ende (die Qualität in Vietnam sei nicht so gut, man wüsste nie wirklich, was drin ist, etc.), Cremes und Deos ohne Ende (hier auch das gleiche mit der Qualität)… und dann sollte ich zB unter anderem Boxen von Bose mitbringen, weil die für den deutschen Markt eine höhere Qualität haben als die für den asiatischen Markt (und dafür sind die auch bereit mehr zu zahlen)… und Parfüms (wegen der Angst vor Fake Ware in Vietnam)… und und und… ^^ Schon erstaunlich. ^^

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  3. Ich sehe Zahnbürsten auf dem Bild… ich habe mir im Sommer aus Deutschland auch gaaaanz viele Zahnbürsten mitgebracht. Ich wollte genau die, die ich seit fast 20 Jahren benutze… und dabei leben wir „nur“ in einem Nachbarland Deutschlands…

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