Unser Weihnachten in …

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Dschänna berichtet

Die Adventszeit hat begonnen. Die ersten Kalendertüren sind geöffnet. Die ersten eigenen Plätzchen gebacken und das Haus geschmückt.

Dieses Jahr ist alles ein wenig anders, und das liegt nicht nur daran, dass wir in China wohnen. Hier haben wir statt Schnee, blauen Himmel und Sonne. An manchen Tagen vielleicht auch Nässe. Alles noch besser als Schneeschiebend um 5 Uhr das Haus zu verlassen. Zudem gibt es hier keine Weihnachtsmärkte auf dem Marktplatz. Das könnte daran liegen das es hier keine typischen Marktplätze gibt. Vereinzelt finden an verschiedenen Orten kleine Basars statt und Glühwein gibt es da, nach dem Duft in der Luft zu urteilen, auch. Dort wird dann auch geschmückt und weihnachtliche Lieder gespielt. In diesen Momenten kommt sogar bei mir Weihnachtsstimmung auf.

Mir fehlen die Adventskaffee mit Freunden und Familie. Das bummeln durch die beleuchteten Städte. Der Duft von typischen weihnachtlichen Dingen. All die Dinge, die in der Vorweihnachtszeit für diesen ganz bestimmten Zauber sorgen.

In China wird Weihnachten gefeiert, doch nicht mit dem uns bekannten Hintergrund, sondern, weil alles so schön bunt geschmückt werden kann. Weil das machen sie in den Einkaufszentren. Mit allem, was möglich ist. Je bunter, desto besser. Das bedeutet, dass die Chinesen Weihnachten als Shopping- und Partyfest zelebrieren. Die Feiertage haben sie nicht in ihrem Kalendern stehen. Damit ist es für sie ein ganz normaler Monat, wie es auch der November oder August ist.

Für die Chinesen ist das Fest der Feste im Februar. Da feiern sie ausgelassen eine Woche lang ‚Chinese New Year‘. Mit viel Essen, viel Familie und vielen Attraktionen.

Als wir hierher gezogen sind, da dachte ich schon irgendwie an Weihnachten und habe sogar an die Säckchen für die Kinder gedacht. Doch war es noch weit weg im Sommer. Jetzt ist es hier. Das Fest der Feste und ich musste doch Tatsache in ein Einkaufshaus fahren und Dekoration besorgen. Die hatte nämlich nicht mehr in den Umzugscontainer gepasst.

Das Schöne ist, für unsere Kinder ist es trotz der anderen Umstände weihnachtlich. Sie spüren die Vorfreude auf das Fest. Die Heimlichkeiten und Aufregung, ob denn auch alle Wünsche vom Wunschzettel in Erfüllung gehen. Feiern in der Schule kleine Feste und gemeinsam machen wir weihnachtliche Ausflüge.

Familien-Plätzchen backen inklusive. Da bin ich so froh, dass ich dem Ganzen nur passiv beiwohne, da mein Mann der Koch in unsere Küche ist.

Schon im Vorfeld haben wir überlegt, was wir am 24.12. machen. Wo wir sein werden und vor allem, mit wem. Ein Besuch in Deutschland lag nahe. Schließlich wohnen dort all unsere Lieben.

Doch, wir haben uns dagegen entscheiden. Nicht, weil wir nicht mit ihnen zusammen sein wollen. Sondern, weil wir gerade weg sind. Nach fast 5 Monaten im Ausland haben wir uns alle eingerichtet. Die Gefühle haben wir alle (weitestgehend) im Griff und die Traurigkeit über die große Entfernung wird ersetzt, durch die Vorfreude aufs nächste Wiedersehen im kommenden Sommer.

Also werden wir uns einen Traum erfüllen, den wir schon eine ganze Weile haben. Wir werden Weihnachten verreisen. Klingt merkwürdig und das wird es bestimmt auch. So ganz ohne Baum und dem anderen Schnickschnack, doch es reizt uns schon lange.

Zudem werden wir in ein Land reisen, dass ganz oben auf unserer Liste steht und von Deutschland aus so weit weg ist. Von hier aus, da ist es fast ein Katzensprung. Wir werden ein Land besuchen, in dem mein Mann – vor Jahren als junger ungebundener Kerl – Rucksacktourist war und noch immer von den Erlebnissen berichtet.

Wir werden Weihnachten und Silvester in der Sonne Australiens verbringen und ich freu mich wie ein Schnitzel. Sonne, Strand und alles ganz anders.

Wir finden, dass ist genau der richtige Abschluss für ein ereignisreiches Jahr wie dieses.

Bis dahin machen wir es uns gemütlich und geniessen diese Jahr ein anderes Fest wie bisher gekannt.

Dieser Beitrag ist auf Inspiration von Jonna und ihrer Blogparade „Mein Weihnachten in …“ entstanden. Ihr seid herzlichst eingeladen, bei ihr vorbeizuschauen (der Expatmamas-Blog) und zu erfahren, wie in anderen Ländern, andere Expats ihr Weihnachtsfest feiern.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

3 Gedanken zu “Unser Weihnachten in …

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