Unser 41. Wochenende in China

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Dschänna ist müde 

Unser Besuch ist dann wieder gefahren. So schön das alles immer ist, der Abschied gehört eben auch dazu und die Gewissheit, dass ein baldiges Wiedersehen eher später als früher ist. Ich vermute, dass ich schon mal erwähnt hatte, dass das ein ganz blöder Punkt für mich ist. Ich weiß ja, kein Wiedersehen ohne Abschied – doch in diesen Momenten ist mir das schnurzpiepe.

Zum Abschluss wollte ich unserem Besuch den Bund bei Nacht in Shanghai zeigen. Das hatten wir das Wochenende davor nicht geschafft, weil – wie bereits berichtet – die Liste lange und die Zeit begrenzt war. Also sind wir hier zeitig los und was war – so viel Verkehr, Regen unterwegs und kein Parkplatz. Somit sind wir am Bund hoch und wieder runtergefahren. Haben Fotos aus dem Auto hinter verregneten Scheiben gemacht und sind dann zum Flughafen. Das hat dann auch alles so gepasst, dass unsere Freunde ihren Flieger Richtung Deutschland planmäßig besteigen konnte. Das sie dann noch über 1h im Flieger auf die Flugerlaubnis warten mussten, dass ist eine andere Geschichte.

Ich war dann spät abends am Freitag wieder daheim und so müde. Somit habe ich an dem Wochenende auch das am meisten gemacht – geschlafen.

Unsere Maus war auf eine Übernachtungsparty a la Royal Wedding geladen und der Papa musste beruflich nach Zhangjiajie. Zum Wandern und Glasbrücke anschauen. Somit hatten Sohnemann und ich am Samstag sturmfreie Bude. Ich habe mir die volle Dröhnung Romantik gegeben und  die Royal Wedding geschaut. Zur Neutralisierung im Anschluss gab es dann ein Actionstreifen für und mit Sohnemann.

So romantisch das im Fernehen immer aussieht – ob das für die beiden wirklich so war? Ich meine, da haben Millionen Menschen zugeschaut. Alle haben wahrgenommen, wer wann was sagt. Wer wann lächelt oder flüstert oder sich in der Nase popelt. Jedes Kleidungsstück wurde begutachtet und das Netz quoll über mit den unterschiedlichsten Meinungen dazu. Früher wollte ich auch Prinzessin werden, da war ich fünf oder so. Jetzt bin ich so froh das mein Prinz nicht so arg in der Öffentlichkeit steht. Wäre ja auch echt blöd, wenn andere weibliche Mitmenschen ihr Interesse an ihm bekunden würden. Am Ende findet er noch eine Prinzessin, die an der einen oder anderen Stelle leichter zu händeln ist als ich. Damit möchte ich nicht zum Ausdruck bringen, dass ich vielleicht leicht anstrengend sein kann. Eher, dass ich an dem einen oder anderen Punkt noch Wachstumspotenzial habe. Wie dem auch sei, am Montagabend war mein Prinz wieder da. Ohne Kutsche und Pferd, dafür gesund und zufrieden.

Unsere Maus habe ich am Sonntag von ihrer Freundin abgeholt. Mit Stolz wurde mir berichtet, dass alle bis Mitternacht wach waren und das sie lange geschlafen haben. Als ich nach der Uhrzeit fragte, wurde mir der Wecker gezeigt und gesagt: „Alle Zeiger waren  auf der sechs und sechs ist fast 10.“ Schön wenn man sich seine Welt so frei gestalten kann. Trotz dieser überragenden Nacht durfte das Mäuschen eine Siesta halten. Ich habe mich aus reiner Mutterliebe dazugelegt und somit war der Nachmittag dann echt chillig.

Nun starten wir in die Woche vor dem Family Day am Samstag in der Schule. Was dahinter steckt und wie es war – das lest ihr dann kommende Woche.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

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