Unser 42. Wochenende in China

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Dschänna berichtet

Ich liebe das Wochenende. Nicht, weil ich die Tage in der Woche blöd finde oder nur von Wochenende zum Wochenende rechne. Nö. Ich liebe das Wochenende, weil dann alle unsere Familienmitglieder zur selben Zeit frei haben. Wäre das also sonst von einem Dienstag – Donnerstag dann würde ich eben diese Tage lieben.

Das Schöne an so einem Wochenende ist, dass in dieses ganz entspannt gestartet wird. So mit Ausschlafen und lange frühstücken. Tja, dieses Wochenende fiel das flach, weil wir am Samstag in die Schule gefahren sind. Zu um 9 Uhr. Anlass war der Internationale Family Day in der SSIS.

An diesem Tag haben alle Nationen der Schule die Chance sich zu zeigen. Mit landestypischem Essen, Getränken, Outfits und was sonst noch möglich ist. Wir gehören der deutschen Community an und somit waren wir angehalten ein typisch deutsches Outfit zu tragen. Zudem gab es einen Stand, an dem typisch deutsches Essen verkauft werden sollte – freiwillige Helfer werden gerne genommen.

Ich gebe zu – allein diese Bedingungen erfüllten mich nicht gerade mit Freude. Ich bin nicht so die Mit-Mach-Mutti. Schon gar nicht wenn es um Schulveranstaltungen geht. Das liegt daran, dass mir im Vorfeld zuviel diskutiert wird und am Ende zu viel gejammert. Das eine Zusammenarbeit von Eltern und Lehrer schwierig sein kann. Eine Zusammenarbeit von Eltern und Eltern noch schwieriger ist. Das ich immer das Gefühl hatte, dass jeder seine Vorstellungen durchboxen will, ohne die Ideen der anderen Eltern zu hören. Das es immer mehr Kampf als Miteinander war. Aus diesen Gründen habe ich freiwillig den Strafbeitrag für Nicht-Mitmachende-Eltern gezahlt und mich im Nachhinein bei den Organisatoren bedankt.

So, hier gab es kein Strafbeitrag, mit dem ich mich hätte einfach aus dem Schlamassel retten können. Deshalb übernahm ich die andere Strategie: mitmachen.

Wir, als Familie, besorgten uns T-Shirts, die eindeutig auf Deutschland hinwiesen. Mehr an Verkleidung war einfach nicht drin und – ich gebe zu, da bin ich eigensinnig – ein Dirndl ist nicht typisch Deutsch für mich, sondern typisch für eine Region in Deutschland.

Ich meldete mich beim Aufbauteam für den deutschen Verkaufsstand an und es war, wie sooft erlebt, eine lustige Sache. Am Samstag gingen wir dann los in unseren T-Shirts und trafen in der Schule auf so viele sichtbaren Nationen – ich war beeindruckt. Jedes Land hatte eigene Klamotten an oder typische Zusammenstellungen. Es war ein Fest für meine Augen. Die unterschiedlichen Stände waren alle dekoriert und hergerichtet. Das alles machte so gute Laune.

Die Veranstaltung begann mit einer Parade, in der sich alle Länder präsentieren durften. Jede Nation wurde gefeiert, bejubelt und beklatscht. Die Stimmung war toll. Im Anschluss haben wir jeden Essensstand unter die Lupe genommen, doch soviel probieren kann kein Mensch. Nicht mal wir.

Für die Kinder gab es in der Turnhalle lustige Spiele, welche von den Schülern unterschiedlichster Klassenstufe betreut wurden.

Mir hat das alles so gefallen. Unsere zwei Süssen sind mit ihren Freunden selbstbewusst alleine durch das Schulgelände gestreift und hatten eine Menge Spass dabei.

Für die Großen gab es auch etwas. Und zwar hatte jede Nation einen Präsentkorb mit landestypischen Produkten zusammengestellt. Diese Körbe wurden in einem Raum ausgestellt und Jeder hatte die Chance einen dieser Körbe zu ersteigern. Alles für den guten Zweck.

Normalerweise machen wir bei solchen Dingen nicht mit, da unsere Gewinnchancen immer gleich null sind. Selbst beim Lose ziehen, haben wir noch nie den Hauptpreis abgeräumt.

Doch, hier wollten wir es wissen. Zwei Körbe hatten es uns angetan und bei einem gingen wir an die Grenze unserer Möglichkeiten.

Um 13:30Uhr wussten wir, dass es sich gelohnt hatte und wir durften den AUSTRALISCHEN Korb mit nach Hause nehmen. Ob es nun ein zukunftsweisendes Zeichen ist und wir es als Investment in diese sehen können oder ob es reine Glückssache war – egal, wir haben uns gefreut wie kleine Kinder.

Der Spass beim Auspacken war immens und wir dürfen nun eine eigene Kühlbox auf Rädern uns Eigen nennen.

Der Sonntag war dann wirklich ruhiger. Zumindest durfte ich ausschlafen und beim Frühstück hat niemand auf die Uhr geschaut. Im Anschluss haben wir eine kleine Radtour zum See gemacht, denn ich darf jetzt auch ein eigenes Fahrrad hier als Transportmittel nutzen.

Wir ihr lest, war es ein schönes geselliges Wochenende und Schulveranstaltungen können echt Spass machen.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

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