Unser 56. Wochenende in China

IMG_2045
Dschänna erzählt 

Wir lieben die Gemeinschaft. Wir mögen es mit Menschen zusammen zu sein, mit denen wir gute Gespräche führen können. Mit denen wir lachen können und wo vor allem die Kinder andere Kinder zum Spielen und Austauschen haben.

Wir sind nicht kirchlich. Wir sind Heiden. So heißt das doch, wenn wir keiner Glaubensrichtung angehören, oder? Und trotzdem waren wir beim Gottesdienst am vergangenen Wochenende.

Als wir im letzten Jahr hier ankamen und niemanden kannten, wurden wir zu einem Gottesdienst eingeladen. Wir nahmen die Einladung an. Zum einen kamen wir so unter Leute und zum anderen wird dieser nicht in der Kirche abgehalten. Mit der Religion ist es eh schwierig hier in China. Wenn dann noch deutsche Expats kommen und hier ihren Glauben leben wollen, noch etwas schwieriger. Aus diesem Grund findet der Gottesdienst immer in Privaträumen statt. Und da es in Suzhou keine Pastoren und Pfarrer gibt, kommen diese extra aus Shanghai angereist. Jedes Mal bin ich tief beeindruckt, dass für diesen Gottesdienst diese Anreise gemeistert wird.

Bei unserem ersten Besuch waren wir skeptisch und aufgeregt zu gleich. Doch beides war unbegründet. Die Gemeinschaft besteht aus so vielen lieben Menschen, die uns zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gegebene haben, fehl am Platze zu sein. Die Predigen sind immer wertvoller Natur mit Inspiration für die kommenden Wochen und Themen, die zum Nachdenken anregen. Im Anschluss findet meist ein gemeinsames Essen statt, während dem wir alle miteinander ins Gespräch kommen. Die Atmosphäre ist immer toll.

Und genau aus diesen Gründen gehen wir, sofern keine anderen Vorhaben im Kalender stehen, dorthin. So wie am vergangenen Wochenende.

Diesmal fand das Essen in einem Restaurant statt, dass uns noch unbekannt war und deutsche Küche auf der Karte hatte. Das ist insofern wichtig für uns, als das uns im kommenden Jahr Freunde aus Deutschland besuchen werden, denen eher die deutsche Küche liegt, als die asiatische. Für uns ist klar, dass sich unser Besuch hier wohlfühlen soll und wenn das Essen nicht passt, dann kann das schwierig werden. Aus diesem Grund erstellen wir gerade eine Liste mit Restaurants die vorzugsweise deutsche oder westliche Gerichte anbieten, um auf alles vorbereitet zu sein.

Ansonsten war nicht viel los am Wochenende. Die Kinder haben ihre schulfreien Tage in ihrem Sinne genutzt, was nicht immer mit unseren Vorstellungen übereinstimmte. Ich vermute, dahinter versteckt sich ein Generationsthema, welches ich schon in meiner Jugend mit meinen Eltern hatte. Auch da waren die Vorstellungen von einem entspannten Wochenende nicht immer deckungsgleich. Und so wie ich meine Eltern damals nicht verstand, so versteh ich heute manchmal meine Kinder nicht. Nun ja, manche Dinge scheinen sich wohl nie zu ändern.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s