Tee als Medizin

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Dschänna und die Gesundheit 

Meine Freundin war im letzten Jahr bei einer chinesischen Ärztin. Die Dame nahm ihren Puls, schaute auf ihre Zunge und wusste dann, an welcher Stelle es klemmt. Daraufhin gab es lecker Tee aus Kräutern und nach 10 Tagen es eine Besserung.

Das klang für mich so unglaublich, dass ich da unbedingt auch mal mit wollte. Einfach so. Nur um zu schauen, wie das so ist und ob bei mir alles gut ist.

Gleich in KW2 hatten wir einen Termin bei der Dame. Das heißt, es gibt keine vergebenen Termine – nur Öffnungszeiten. Und wer zu erst kommt, der wartet kürzer. Zudem brauchten wir eine Übersetzerin, da die Ärztin nur chinesisch spricht und mein chinesisch für keine Konversation ausreicht. An diesem Tag passte das alles und wir machten uns auf den Weg. Pünktlich kurz vor 9 Uhr waren wir da und die Ersten. Die Dame sitzt in einem kleinen Raum. Sehr kahl eingerichtet. Eigentlich gab es nur ein Schreibtisch und zwei Stühle davor. Ich setze mich. Gab ihr meine Hand und schaute ihr in die Augen. Sie nahm meinen Puls, fragte nach meinem Schlafverhalten und Stuhlgang und wiegte ihren Kopf hin und her. Dann zeigte ich ihr noch meine Zunge und dann hatte sie die Diagnose. Sie sprach sehr schnell und viel. Oh man, dachte ich, wer weiß was jetzt zu Tage kommt. Unsere Dolmetscherin grinste dann irgendwann und sagte: „Bei dir ist alles ok. All deine Organe sind wohlauf. Dir fehlt es an nichts. Du bist sportlich und fit.“ Bei der Frage nach dem Alter lachte nun auch Frau Doktor, denn ich sehe 10 Jahre jünger aus. Was für ein schönes Kompliment. Einzig meine Milz könnte etwas Unterstützung gebrauchen. Nicht viel, doch da die Milz das Zentrum der Energie ist in der TCM schadet es nie, sie mal durchzuspülen. Dafür gab es ein langes Rezept, dass ich in der anliegenden Apotheke gleich einlöste. Die Kräuter sahen merkwürdig aus. Ob das auch alles wirklich Kräuter waren oder auch andere Lebewesen, dass werde ich nie erfahren und das ist auch gut so. Die Rezeptur wurde zusammengestellt und daraus Tee gemacht. Diesen konnte ich einen Tag später abholen und hatte dann 20 Beutel lebensbejahende Flüssigkeit daheim. Der Inhalt des Beutels wird erwärmt und dann ausgetrunken. Ich darf das zweimal am Tage machen, für die nächsten 10 Tage. Und das ist der einzige Minuspunkt an dieser Prozedur, denn der Tee schmeckt scheußlich. Optisch erinnert er an Autoöl und geschmacklich an eine Mischung aus Räucherstäbchen und eine Tüte Maggie. Doch, was muss, dass muss. Schließlich ist es ja mehr Medizin wie Genussmittel. Zudem ist die Aussicht, anschließend noch agiler zu sein und noch frischer auszusehen jeden Geschmack wert.

Preislich war das alles mehr wie günstig. Die Untersuchung bei der Ärztin hat mich 20RMB (3€) gekostet und der Tee 300 RMB (etwa 40€).

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

Ein Gedanke zu “Tee als Medizin

  1. TCM gibt es hier leider zu selten und wenn, dann ist es sehr teuer. Zumal auch einige Teezutaten in Deutschland nicht zu bekommen sind, da verboten… Schade eigentlich!

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