Ja, aber …

scheune
Dschänna und das Ja, aber …

Wenn ich mit einer Tasse Kaffee ganz verträumt in die Sonne blinzle und meine Gedanken sich entfalten können, dann kommen ganz verrückte Dinge dabei heraus. Da denke ich dann, dass ich eines Tages die Bühnen der Speakerszene bespielen und ein Buch schreiben werde. Das ich alle Kontinente der Welt bereise, sowohl per Flugzeug wie auch mit dem Schiff. Das ich eines Tages ein Haus mit einem genialen Ausblick aufs Meer bewohne und meine diamantene Hochzeit mit einem Krönchen feiern werden. Doch sobald ich meinen verträumten Blick aus der Sonne nehme, fügt sich zu diesen wunderschönen Aussichten eine Wortgruppe hinzu, die dem ganzen den Zauber nimmt. ‚Ja, aber …‘ Das sind keine richtigen Zweifel, eher so Unsicherheiten die sich dann melden.

• Ja, aber … was ist, wenn das keinen interessiert, was ich sage und schreibe?

• Ja, aber … wie soll ich meine ganzen Reisen finanzieren?

• Ja, aber … was ist mit den Kindern?

• Ja, aber … wo soll das Haus den stehen?

In Bezug auf China hatte ich eine ellenlange Liste, dieser Ja, aber … Fragen:

• Ja, aber … was ist, wenn da nur Smog ist?

• Ja, aber … was sollen wir da essen und wo kaufen wir das ein?

• Ja, aber … wie ist das mit der Familie in Deutschland?

• Ja, aber … wie wirkt sich das auf meine Freundschaften aus?

• Ja, aber … was soll ich da den ganzen Tag machen?

• Ja, aber … was ist, wenn uns das nicht gefällt?

• Ja, aber … was ist, wenn wir krank werden? Gibt es da Ärzte?

• Ja, aber … wie soll ich mich da verständigen?

• Ja, aber … auf welche Schule sollen die Kinder gehen?

• Ja, aber ….

Diese Fragen mögen eine gewisse Berechtigung haben, da sie vorschnelle Entscheidungen verlangsamen und dafür sorgen, dass wir uns einige Gedanken machen. Das an sich ist gut, um nicht im Nachgang festzustellen, was man alles nicht beachtet hat.

Gleichzeitig ist es wenig hilfreich an diesen Fragen hängen zu bleiben, weil sie eben auch verhindern können, dass wir ins tun kommen.

Meine liebe online Freundin Mandy hat darüber einen Podcast gestartet, mit all den Ja, aber … Fragen die einem so begegnen können. Besonders als Expat.

Wenn ich merke, dass ich mich in den Ja, aber … Fragen verheddere (und das kann schnell passieren bei mir) dann bastel ich die Frage um in: Ja, und …Fragen. Dann hört sich das gleich nicht mehr nach Zweifeln an, sondern mehr nach Lösungssuche. Und das ist es doch am Ende, was wir wollen. Lösungen und Ideen zur Gestaltung unseres Lebens und keine trennenden Fragen, die uns abhalten unsere Komfortzone zu erweitern.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

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