Coronavirus 

ich
Dschänna sorgt vor

Die Nachrichten sind voll damit. Ich kann euch also nichts neues berichten, was nicht gerade online ist. Seit letztem Freitag überschlagen sich die Neuigkeiten. Die Anzahl der Angesteckten steigt. Die Anzahl der Länder, in denen der Virus auftaucht, steigt. Die Anzahl der Toten ebenso.

Gerüchte gehen um. Von Verschwörungstheorien bis hin zu Lebensmittelknappheit ist alles dabei.

Hamsterkäufe? Ich? Niemals!?

Doch sicherheitshalber waren wir gestern ganz früh im Supermarkt und haben unseren Wagen voll gemacht. Nun können wir die kommenden Wochen gut überleben, auch wenn es am Ende nur noch Nudeln und Tomatensauce geben wird. Allein der Gedanke, die Lebensmittel würden irgendwann ausgehen, gibt mir ein beklemmendes Gefühl. Überhaupt ist das Gefühl in dieser Situation schwer zu beschreiben. Irgendwas zwischen Zuversicht & Vertrauen und Panik & Endzeitstimmung.

Beim Auswärtigen Amt steht derzeit noch für China ‚moderate Reisebedingungen‘ und solange die keine Panik machen, brauch ich das noch lange nicht. Aus Wuhan werden die Deutschen geholt, was ich völlig angemessen finde. Für uns ist das derzeit keine Option. Weder persönlich noch vom Auswärtigen Amt empfohlen. Für alle Fälle sind wir auf der Krisenliste gelistet und sollte es soweit sein, würden wir weitere Informationen darüber erhalten.

Unsere Kids finden es derzeit noch gemütlich. Bleibt doch die Schule bis Mitte Februar geschlossen. Auch die Firmen öffnen erst wieder ab dem 8. Februar ihre Pforten. Die Regierung hat einfach Chinese New Year verlängert.

Überhaupt bin ich beeindruckt von den schnellen Maßnahmen und das sich wirklich jeder daran hält. Überall tragen die Menschen Masken. In den Läden steht Desinfektionsmittel. Die Einkaufswagen werden sofort bei Rückgabe gesäubert. Alle bleiben daheim und gehen nur für das Nötigste nach draußen. Kein Murren oder schlecht gelaunte Mitarbeiter die wir treffen.

Und mittlerweile sind wir bei Tag 5 im Haus. Um dem Lagerkoller entgegenzuwirken, machen wir kleine Spaziergänge im Compound. Gehen da wie Gefangene im Kreis und freuen uns einfach, dass wir überhaupt raus können. Einen größeren Ausflug haben wir heute gemacht und sind ins Suzhou Center. In der Mall ist es beängstigend leer, doch auch hier siegt die Freude über kein Gedrängel an den Regalen oder das lange Warten an der Kasse.

 

Die Mall ist da, doch die Menschen fehlen

 

 

 

 

Und daheim?

Da vertreiben wir uns die Zeit mit Gesellschaftsspielen, Fernsehen, Essen, Schlafen und ganz viel Humor.

Ihr lest, wir machen einfach das Beste aus der Situation und mehr geht im Moment eh nicht.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

2 Gedanken zu “Coronavirus 

  1. China in leer. Auch mal schön. Ich bin seit letzten Freitag in Deutschland, nicht weil ich geflüchtet bin, sondern es war so geplant. Mein Rückflug heute wurde verlegt auf frühestens 20.2. So entspannt war Deutschland für mich viele Jahre nicht.

    Machts gut und vorallem das beste draus. ;-)

    Liken

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