Verpasster Urlaub 

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Dschänna und die Planänderung 

Über Chinese New Year wollten wir nach Kambodscha. Leider sind wir da nie angekommen. Aus Krankheitsgründen. Mittlerweile sind wir alle wieder gesund.

Trauern wir dem verpassten Urlaub hinterher? Ja, ein wenig. Ganz besonders jetzt, wo wir praktisch ans Haus gefesselt sind, weil der Coronavirus rumgeht.

Sind wir leicht angepupst deswegen? Nein!

Warum?

Weil es hätte auch ganz anders ausgehen können.

Als wir unseren Urlaub buchten, haben wir keinen Direktflug bekommen. Also wir hätten schon einen bekommen können, für überteuertes Geld – wollten wir aber nicht. Also sind wir über Shenzhen geflogen, das liegt im Süden Chinas. Hat uns das damals schon gestört? Nein.

Wären wir nämlich nicht über Shenzhen geflogen, dann wären wir mit dem hohen Fieber meiner Tochter und der Übelkeit meinerseits direkt in Kambodscha gewesen. Wir hätten dann bestimmt erst einmal unsere Medikamente genutzt und wären dann später zum Arzt. Ob es da allerdings, mitten im nirgendwo, einen passenden Ansprechpartner gegeben hätte, das wage auch aus der Entfernung zu bezweifeln.

Da wir nun also in Shenzhen waren, waren wir noch in China und nur 2 Flugstunden von Shanghai entfernt. Damit hatten wir keine große Ein- und Ausreise zu absolvieren.

Das wir dann innerhalb von 30 Minuten einen Rückflug für mittags bekamen, war mehr als Glück. Schließlich war Chinese New Year und wir hatten uns schon gedanklich damit abgefunden, in Shenzhen zum Arzt zu gehen.

Nachmittags waren wir schon im Krankenhaus in Shanghai und wurden dort ohne Wartezeit behandelt. Da der Coronavirus schon grasierte, gab es für uns einen Schnelltest. Sowohl für den Coronavirus wie auch Influenza. Glücklicherweise ist nur der Influenzatest positiv gewesen und wir konnten mit entsprechenden Medikamenten heimgehen. Abends lagen wir erschöpft in unseren Betten.

Ich kann euch sagen, ich bin mir schon ziemlich erwachsen vorgekommen. Schließlich haben wir eine komplette Reise abgesagt. Das allererste Mal in diesem Umfang.

Ganz ehrlich, es war immer meine größte Angst, das es einmal dazu kommen wird.

Und nun war es soweit und es war weniger schlimm als befürchtet. Alles hat nahtlos geklappt. Mein Mann hat an allen wichtigen Stellen angerufen und wir sind nun wieder gesund.

Wir lieben das Reisen. Wir entdecken gerne neue Länder, doch wenn die Gesundheit nicht gepflegt wird, dann kann man die schönsten Orte vielleicht nie sehen.

Wer Kinder hat, der weiß, dass das Risiko immer anwesend ist. Noch vor ein paar Jahren wäre ich mehr wie nur traurig gewesen über den verpassten Urlaub. Doch mittlerweile betrachte ich das Leben aus einer anderen Perspektive und Dankbarkeit spielt dabei ein große Rolle.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

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