Homeschooling

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Dschänna und Homeoffice

Ich weiß nicht, wer es von euch weiß, doch vor ein paar Jahren (was auch immer das jetzt pathetisch betrachtet bedeutet) war ich Ausbilderin. Das bedeutete, dass ich mit jungen Menschen zusammengearbeitet habe und ihnen Wissen vermittelte. Theoretisches und praktisches Wissen und ganz viel Erfahrung meinerseits. Das hat Spass gemacht.

Meine Kinder gehen in eine international Schule. Da fahren sie mit dem Bus hin und treffen auf Lehrer die das Wissen haben, was meine Kinder brauchen. Perfektes Zusammenspiel, wie ich finde.

Doch derzeit ist alles anders. Der Coronavirus verbreitet nicht nur Angst und Schrecken. Nein! Er hat auch die Schule lahmgelegt. Und das, bis Anfang März (Stand heute).

Damit die Kinder nicht auf geistige Nahrung verzichten müssen oder gar glauben, die Ferien haben sich plötzlich verdoppelt, hat die Schule das Homeschooling eingeführt. Das heißt, dass es für jede Klassenstufe eine entsprechende Plattform gibt, auf die pro Fach Aufgaben verteilt werden. Die Kids rufen sich diese online auf, erledigen sie und schicken sie als Bestätigung an die Lehrer zurück. Ein prima System, was nur einen einzigen Fehler hat: Es kommt einfach kein Lehrer nach Hause. Niemand kommt, um beim Rechnen zu helfen oder das Diktat zu schreiben. Diese Aufgabe wurde an uns Eltern übergeben. Da mein Mann homeoffice hat (irgendwie ist die Kombination Home und Arbeiten zu oft in den letzten Sätzen vorgekommen) bleibt diese Aufgabe an mir hängen. Tja, was soll ich sagen – es gibt Gründe, warum ich die Mutter dieser Kinder bin und nicht ihre Lehrerin.

Ich meine, ich finde die dadurch entstandene Tagestruktur prima. Ebenso, dass sie täglich etwas produktiv sein können. Das sie ihrem Hirn Nahrung geben. Ebenso, die Erfahrung von Homeschooling machen zu können, um dann danach auch schlau darüber reden zu können, finde ich mega. Ich finde das Engagement der Lehrer bemerkenswert. Ich bin überrascht wie unkompliziert es ist. Bin beeindruckt wie alle mitmachen und Bilder im Klassenchat von lernenden Kindern zur Motivation geteilt wird. Das alles ist sehr bereichernd.

Einzig das ich daheim Dinge erkläre, Aufgaben rechne, bastle und Musik mache, ist der Punkt, der nicht unbedingt meine Laune hebt. Der Geduldsfaden von meinen Kindern und mir wird gerade auf eine harte Probe gestellt. Aber vielleicht erhöht das ja auch die Vorfreude auf die Schule und die Dankbarkeit, an diesem Ort lernen zu dürfen. Also ich kann es nachvollziehen.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

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