Unser 132. Wochenende in China

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Dschänna und ihre Gelassenheit

Heute ist Donnerstag.

Das Wochenende liegt schon eine Weile zurück und so richtig weiß ich gar nicht mehr, was da eigentlich war. Unser Internet war die letzten Tage nur bedingt anwesend. Woran das liegt, lässt sich jetzt nur spekulativ erklären. Mein Ansicht ist, dass die Nachrichten einfach schon mal vorsortiert wurden für uns und damit einhergehend einige Seiten nicht für gut befunden wurden. Doch nun geht es ja, das liebe Internet samt VPN Tunnel. Also nutze ich das Zeitfenster, um euch das zu erzählen. Wie kreativ von mir.

Derzeit fühlt sich jeder Tag gleich an. Wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum mir meine Kreativität nicht voll zur Verfügung steht. Das Homeschooling läuft. Was nicht schwer ist, da wir ja daheim sind und nicht viel machen können bei dem guten Wetter. Die Lehrer sind immer noch sehr engagiert und schicken fleißig Aufgaben. Von manch einem Lehrer bekommen wir sogar Rückmeldung. Das tut den Kindern gut, den die wissen gerade nicht, warum und für wenn sie das alles ausfüllen und warum die Lehrer nicht da sind.

Die gleiche Frage habe ich mir mit meinem Mann auch gestellt. Deswegen haben wir bei der Schule mal nachgefragt, wie es den so aussieht, mit den Schulstart.
Tja, es ist wie überall: Nachfragen nicht erlaubt! Und wenn, dann bitte andere Fragen.

Also wissen wir zum heutigen Zeitpunkt nicht, wann der Schulalltag wieder anläuft. Angestrebt war der 2.3. Die Regierung wird dieses Datum erst zwei Tage vorher bestätigen oder eben nicht. Da unsere Schule die Strategie entworfen hat, erstmal abzuwarten und dann zu handeln, wenn der offizielle Start genehmigt ist, geh ich davon aus das wir hier noch von 6-8 Wochen Homeschooling sprechen. Früher geht nicht, weil ja keine Lehrer da sind. Wenn die Lehrer dann kommen, dann müssen sie erstmal 14 Tage Quarantäne machen. Und dann sind da ja noch die Aprilferien. Unsere Schule ist im Gespräch (mit wem auch immer) ob die Ferien gestrichen werden oder nicht. Allerdings befürchten sie dann vermehrt Beschwerden, weil ja die Familien schon Urlaub gebucht haben. Anhand dieser Aussage (die ich in meiner Mail von der Schule habe) gehe ich also davon aus, dass die Ferien nicht gestrichen werden. Reine Vermutung! Vielleicht kommt ja alles ganz anders.

Wir könnten nicht mal verreisen, weil wir in den meisten Ländern Einreiseverbot haben, da wir aus China kommen und somit den Virus haben könnten. Ich glaube Russland war das einzige Land was ginge. Vielleicht ist das eine Option. Vielleicht aber auch nicht, weil wir danach ja wieder in Quarantäne müssten, weil wir von auswärts kommen. Ihr lest, es ist ein Teufelskreis und meine Gelassenheit bekommt Risse.

Es gibt aber auch schöne Dinge. Zum Bespiel, dass das Wetter toll ist, die Luft gut und die ersten Läden wieder aufmachen. Sei es der Tante Emma Laden ums Eck oder unser Friseur. Mein Mann hatte schon seinen ersten Stau und wir die ersten Hupgeräusche vor der Haustür. Hätte nie gedacht, dass ich mich darüber mal freuen könnte. Kann ich aber, denn es zeigt, dass unser ruhiges Suzhou langsam wieder am Erwachen ist und ich freu mich, das hautnah miterleben zu dürfen.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

3 Gedanken zu “Unser 132. Wochenende in China

  1. Hallo Jana,
    ich bin seit gestern wieder in Suzhou und habe bisher Suzhou genossen, wie nie zuvor: gestern einen netten Abend mit ein paar Neuseeländerns und UKler im Blue Marlin gehabt (man rückt zusammen).
    Heute eine Runde um den Jinji Lake mit Pizza im Velluto in der Sonne (dort Lara getroffen) bei Fotowetter und kaum Menschen.

    Wie würde Olaf Schubert sagen: Mach was drauß, ich kann mich nicht um alles kümmern.
    In diesem Sinne…
    Grüße ausm Jaubaba

    BTW: Russland ist richtig restriktiv bzgl. Einreise von China. Das ist die komplette Grenze dicht!

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    1. Schön das du wieder hier bist :)
      Das mit Russland hab ich auch gelesen. Also, nix mit Hinfahren. Doch bei dem schönen Wetter brauchen wir ja auch nicht weg. Wir genießen unser Suzhou und erfreuen uns daran, dass das Leben langsam zurückkommt. Schönen Sonntag

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  2. Hi Jana, danke, dass du die Gedanken mit uns teilst. Wirklich eine herausfordernde Situation, in der ihr vermutlich viel für und über euch lernen werdet bzw bereits gelernt habt. Weiterhin viel Kraft und positive Energie. Viele Grüße aus Kanada, Susan

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