Unser 170./171. Wochenende in China

Ein verlängertes Wochenende liegt hinter uns.

Die Kinder hatten zwei Tage mehr frei, da die Lehrer auf Fortbildung waren. Was in Corona freien Jahren Anlass zum Reisen war, war dieses Jahr (mal wieder) Anlass zum Daheimbleiben. Zudem hatte unsere Tochter am Samstag ein Schwimmwettkampf. Wenn dann solche Ereignisse schon stattfinden können, macht es auch Sinn, dorthin zu gehen.

So blieben wir hier und hatten eine schöne Zeit in Suzhou. Wir waren in der Altstadt, haben Eis und Burger gegessen, zulange Fernsehen geschaut und das wunderbare Wetter genossen. Trotz November war es nämlich noch herrlich warm samt blauem Himmel. Ein Traum, den ich mir immer wieder bewusst mache.

Und auch wenn wir oft wissen, dass das Gute in der Nähe liegt, so ist es gerade in der aktuellen Situation an manchen Tagen schwierig, mir das klar zu machen.

Jede/r von uns hat seine eigenen Hürden derzeit zu meistern. Unsere ist einfach, dass wir uns nicht so frei bewegen können, wie wir es gerne möchten und auch bis Anfang des Jahres konnten.

Der fehlende Besuch in Deutschland macht sich ebenso langsam mental bemerkbar. Die Familie dank der Technik online zu sehen, ist großartig. Sie in diesem Jahr nicht einmal in der Arm genommen zu haben, ist die Kehrseite.

Hätte uns vor 4 Jahren (denn heute vor 4 Jahren fiel die Entscheidung, nach China zu gehen. Und ja, ich kann mir so einige unnütze Daten merken) jemand gesagt, dass wir mal auf unbestimmte Zeit das Land nicht verlassen können, ich weiß nicht, wie wir entschieden hätten.

Es geht auch gar nicht darum, dass wir gegen China sind. Überhaupt nicht. Es ist mehr die auferlegte Einschränkung.

Ich bin für die ganzen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Doch am Ende ist China nur mein Gastland. Für eine bestimmte Zeit und nicht für immer.

Umso wichtiger ist es für mich und meine Familie, dass wir die gemeinsame Zeit genießen und uns daran erfreuen können. Schließlich weiß niemand von uns, wann wir das Land verlassen und ob wir eines Tages wiederkommen dürfen.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)
Dschänna

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