Unser 193. Wochenende in China

Sonne und Spargel. Beides war reichlich vorhanden und hat unserer Stimmung gutgetan.

Ebenso meine Freude an meinem Tun. Am Anfang unserer Zeit hier war ich mit einleben und entdecken beschäftigt. Das war an manchen Tagen so anstrengend, dass ich nachfolgende Tage einfach nur daheimblieb, um all die Eindrücke zu verarbeiten. Diese Anfangszeit hatte ich unterschätzt. Es kostet Kraft, sich an neue Eindrücke und Umgebungen zu gewöhnen. Und auch wenn ich in Deutschland schon mehrfach umgezogen bin, so ist der Umzug in ein anderes Land noch mal mehr anstrengend. In dieser Zeit wollte ich ebenso Tun, doch schaffte es einfach nicht. Die neuen Umstände und das hier einrichten, war genug. 

Spätestens im zweiten Jahr wurde das besser. Auch wenn ich den Spruch immer für übertrieben hielt, doch es braucht 12 Monate mit all seinen Jahreszeiten und Events, um in einer neuen Umgebung Wurzeln zu schlagen.

Jedenfalls fehlte mir mein Tun. Das, was ich vor China in Deutschland gemacht habe. Die Workshops, das Schreiben, das Kommunizieren, der Austausch. All das machte mir so viel Freude, dass all die damit verbundene Arbeit, sich nicht wie Arbeit anfühlte.

Ich finde, tun wir Dinge mit Vergnügen, dann bestärkt uns das auf allen anderen Ebenen. Wir sind nachfolgend voller Power und positiver Schwingung, dass es uns im Alltag unterstützt. Dass wiederum fördert unseren Umgang mit schwierigen Momenten oder gar Problemen. 

Nun, im Ausland ist es nicht jeder Begleitperson vergönnt, arbeiten zu gehen. Sich dann eine adäquate Aufgabe zu suchen oder die Umstände so zu nutzen, dass es eine mega Zeit wird, ist oft Herausforderung genug.

Ich wusste ja, was mir Freude bereitet und bin umso dankbarer für das, was sich in den letzten Wochen und Monaten entwickelt hat.

Ja, im Ausland zu leben klingt oft wie ein andauerndes Abenteuer. Und auf eine gewisse Art ist es das auch. Gleichzeitig ist es außerdem Alltag. Strukturen und Routine kommen hier ebenso zum Tragen wie die Frage nach dem Sinn des Lebens und wer bringt den Müll raus.

Wenn es gelingt, dazwischen Freude am Sein und Tun zu haben, dann ist es wie im echten Dasein: Einfach nur wunderschön.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s