Mein Held

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Dschänna und ihr Held

Ich war weg. Eine ganze Woche inklusive zwei Wochenenden. Solange war ich noch nie weg, zumindest nicht alleine und seitdem ich Familie habe. Ein völlig neues Gefühl – für Alle.

Wenn ich in der Vergangenheit mal weg war, dann meist übers Wochenende – damit der Alltag nicht durcheinander gerät. Nicht das ich glaube, ich sei unersetzbar. Jeder ist ersetzbar, doch ich bin nicht austauschbar. Das bedeutet, besonders im Alltag, da hab ich die Hosen an. Ich kenne die Termine, ohne auf den Kalender zu schauen. Ich weiß um die morgendliche Stimmung. Ich weiß um die Angelegenheiten nach der Schule. Ich kann meine Kinder an Dinge und Termine erinnern, da wissen sie noch nicht einmal das diese stattfinden. Ich weiß ohne hinzusehen wo was liegt, und dabei ist es zweitrangig ob es sich um Klamotten, Spielsachen oder ausgeliehen Bücher handelt. Ich kann in Schränke schauen ohne die Tür aufzumachen und in Zimmer Sachen finden, ohne dabei das Licht anzumachen.

Das alles sind keine außerirdischen Fähigkeiten. Das alles sind Fähigkeiten einer Mutter. Ich habe keine Ahnung wann und wo ich mir das eingefangen habe, doch eines Tages waren sie da. Und genau DAS macht mich nicht austauschbar. Besonders meine Kinder wissen an der einen oder anderen Stelle diese Fähigkeiten zu schätzen.

Nun war ich also weg. Und dann auch noch in einer Woche, in der Termine anstanden. Das wichtigste Datum war die Verkleidung am Ende der Book-Week in der Schule.

An dieser Stelle kommt mein Held ins Spiel. Mein Held ist mein Mann. Nur fürs Protokoll: Das ist er seit unserer ersten Begegnung für mich. Doch in solchen Momenten wirkt dieser Statuts gleich doppelt charmant auf meine Verliebtheit für ihn.

Er hat sie gerockt – die Woche als Vollzeitpapa und nebenbei durfte er seiner Arbeit in vollem Umfang nachgehen. Und ja, es war anders als sonst. Besonders für die Kinder.

Und so prima alles gelaufen ist, so schön ist es, dass ich wieder da bin und der Alltag wieder in gewohnten Bahnen läuft.

Eine wichtige Erkenntnis ist geblieben: Jedes Elternteil macht es auf seine Weise. Jeder organisiert sich anders. Das ist weder gut noch schlecht – es ist einfach nur anders. Die Kinder profitieren davon, weil sie unterschiedliche Herangehensweisen erleben. Die Männer profitieren, weil sie erfahren, was es bedeutet Kinder, Haushalt und Beruf unter einen Hut zu zaubern und wir Mamas profitieren, weil wir sehen, dass wir uns ruhig mehr Zeit für uns nehmen dürfen.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

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