Geld

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Dschänna erklärt 

Neues Land. Neue Sprache. Neues Geld.

Spannend, da wir in Europa verreisen können – ohne Geld zu tauschen.

Früher, also vor der Euro-Einführung, war Geld wechseln immer nötig. Da stieg die Aufregung schon vor dem Urlaub, weil der Wechselkurs kontrolliert und dann überlegt wurde, wie viel denn im Urlaub gebraucht wird.

Vielleicht führte sogar ein Familienmitglied Tagebuch über die Ausgaben in der ausländischen Währung.

Sehr lustig fand ich immer das Umrechnen. Da war man im Ausland und versuchte durch das Umrechnen herauszufinden, wie teuer hier etwas ist oder günstiger. Im Anschluss wurde dann oftmals gewundert. Über die Preise und das Sortiment.

Hier in China gibt es keinen Euro. Die Währung heisst YUAN. Scheine und Münzen machen das Geld lebendig, wie aus anderen Währungen bekannt.

Oben auf dem Bild seht ihr die farblichen Unterscheidungen zwischen den einzelnen Banknoten. Zudem ist ein und dieselbe Person auf allen Scheinen abgedruckt. Auf der anderen Seite ist jeweils ein chinesisches Bauwerk zu sehen.

Das wirklich spannenden zum Geld ist, dass die Chinesen kaum damit bezahlen.

Das heißt nicht, dass sie statt zu zahlen singen oder so. Es bedeutet, dass sie Bargeldlos ihre Rechnungen begleichen.

Selbst das ist noch nichts ungewöhnliches, da wir die Kartenzahlung in anderen Ländern ebenso durchführen können.

Was dagegen sehr neu und am Anfang irritierend sein kann, ist die Bezahlung mit dem Handy. Ja, mit dem Handy. Da wird dann ein App namens Alipay installiert oder WeChat, Kontodaten hinterlegen und schon kannst du überall damit zahlen.

Sozusagen: Handy raus und los gehts. Jeder kleine Laden gibt dir die Möglichkeit auf diese Art zu bezahlen. Bargeld brauchen wir hier nicht wirklich und doch habe ich welches in meinem Portemonnaie. Damit verwirre ich dann oft die Kassierer, wenn ich dieses beim Einkaufen zücke.

Jetzt können die Gegner kommen und meinen, wenn unsere Daten überall gespeichert sind … ja, dann besteht die Möglichkeit des Datenmissbrauches. Nichts ist mehr sicher und wir leben mehr und mehr in einer gläsernen Welt. All unser Tun kann rückverfolgt werden und wie schon in dem Film mit Sandra Bullock „Das Netz“ {und der ist von 1995!} gezeigt wird, besteht die Möglichkeit, dass unsere Identität ausgelöscht werden kann. Damals haben sich Filmemacher ausgedacht, was jetzt möglich scheint. Abgefahren.

Da kann ich nicht mal kontern oder sagen, dem wäre nicht so. Gedanken zum Thema „Ihre Daten sind bei uns sicher“ haben wir auch.

Natürlich können wir dem allen abschwören. Kein online Banking, kein online Shopping, kein WhatsApp, kein Facebook und kein Blog. Kein Internet zum Suchen und Finden von Informationen.

Zurück zur Telefonzelle {vereinzelt gibt es noch welche, glaube ich}, zu den gelben Seiten und Bestellkatalogen. Zurück zum Brockhaus Lexikon und Bibliotheken.

Doch mal ganz ehrlich, wer will das? Ich meine, so wirklich?

Die Technik hat ihre Vorzüge und ihre Nebenwirkungen. Wie so alles im Leben.

Und auch wenn mir bewusst ist, dass manche Dinge von damals besser waren, so ist mir ebenfalls klar, dass das der Lauf des Lebens ist. Fortschritt. Weiterentwicklung.

Und vielleicht sind meine Daten ja wirklich sicher.

Vielleicht aber auch nur begrenzt.

Vielleicht auch gar nicht.

Wer weiß das schon. Vielleicht auch besser so.

Suoyou de ài  (Alles Liebe)

Dschänna

 

 

 

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